Inclusion2010: Netzwerkkonferenz Inlusive Entwicklung

Im Berliner Büro der GTZ fand heute die von Inclusion Europe, mencap und der Lebenshilfe Netzwerkkonferenz zu inklusiver Entwicklung statt. Ziel war es, die Erfahrungen verschiedener Akteure in der Entwicklungszusammenarbeit im Bereich intellektueller Behinderung zu sammeln.
Es waren verschiedene Vertreter internationaler Organisationen (z.B. Inclusion International, Caritas Deutschland und der Christoffel Blinden Mission). Verschiedene Vertreter aus Indien (Prof. Dr. Narayan Pati), Palästina (Rima Canawati), Norwegen (Ivar Stokkereit) und Großbritannien (Alexandro Cairns and Jacqueline
Jones) stellten ihre Erfahrungen aus ihrer Sicht dar.
In abschließenden Diskussionsrunden wurden Kernpunkte zusammen gefasst. Diese Ergebnisse sollen in einem Toolkit von den oben genannten Organisationen gesammelt werden. Es soll kein Toolkit werden, das „das Rad neu erfindet“ (G. Freyhoff, Inclusion Europe), sondern eines, das die existierenden Erfahrungen bündelt und so zusammen stellt, dass sie nutzbar werden für Aktivisten.
Die Veranstaltung bot Raum für verschiedene Diskussionen und Gespräche. Es wurde deutlich, dass es klare Unterschiede gab zwischen den international orientierten Fachkräften (z.B. CBM oder GTZ) und den Praktikern vor Ort (z.B. Selbstvertreter und Vertreter kleiner Organisationen). Gerade für die kleineren Organisationen scheint die Vernetzung enorm wichtig zu sein, um von den gegenseitigen Erfahrungen zu lernen. Die „großen“ internationalen Mitspieler/innen nahmen die Veranstaltung eher als eine Möglichkeit wahr, um die Anbindung an lokale Initiativen zu finden.
Zusammenfassend ist eine Professionalisierung in einzelnen behinderungsrelevanten Bereichen zu erkennen.
Morgen, am 16. Juni geht der Weltkongress von Inclusion in Berlin los. Was sich dort tun wird, kann gespannt erwartet werden.

So long….

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