Hartz IV in die Gemeinnützigkeit

Die gute alte SPD hat mit Hannelore Kraft eine wunderbare Person gefunden, die allen Ernstes folgendes vorschlägt:

Nicht vermittelbare Langzeitarbeitlose sollen für „einen symbolischen Aufschlag auf die Hartz-IV-Sätze“ gemeinnützig arbeiten – etwa in Altenheimen oder Sportvereinen (Zitat aus Spiegel, gesehen am 7. März 2010)

Dies ist ja nichts an sich Neues, Anfang 2008 gab es schon die Initiative Menschen für einen Euro als Altenpfleger einzusetzen. Aber es ist erschreckend zu sehen, wie tief sich diese Idee in die allgemeine Wahrnehmung eingeschliffen hat. Der Punkt ist nicht, dass es verwerflich ist, Arbeitslosengeld II Bezieher für den sozialen Bereich zu qualifizieren. Schlimmer ist die damit verbundene Abwertung des gesamten sozialen Bereiches, die quasi so abläuft: (1) Ah, im sozialen Bereich haben wir eine große Lücke von Mitarbeitern. (2) Sollen wir nicht mal sehen, wie wir den günstig besetzen können? (3) Oh, da sind Hartz IV Empfänger, die haben ja eh nichts zu tun, also setzen wir die dort rein.

Warum kommt denn nie jemand auf die Idee, Ein Euro Jobber in Banken einzusetzen? Schlimmer kann es ja dort auch nicht werden? Oder was ist mit Management Positionen bei der Berliner S-Bahn? Menschen, die mit geringen Monatssätzen leben können und für ihre Kinder eine gute Ausbildung sorgen müssen, schaffen es bestimmt besser als Manager der Deutschen Bahn, ein S-Bahn Netz zu organisieren.

So long….

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