Solidarität mit behinderten Menschen in Japan

Das Erdbeben und die nukleare Katastrophe in Japan scheinen im Moment in den Medien immer etwas weiter nach unten zu rutschen. Die humanitäre Situation im Land ist immer noch desolat, wird vor allem um den Reaktor von Fukushima immer besorgniserregender. Alle Menschen in den betroffenen Regionen Japans benötigen in diesem Moment Unterstützung, um sich auf ein wahrscheinlich komplett anderes Leben einzustellen.

Wie in anderen Katastrophen auch, tauchen Menschen mit Behinderungen selten und nur am Rand auf. Gerade diese Personengruppe läuft aber Gefahr, vergessen zu werden, „da es nun erst einmal andere Prioritäten“ gibt. Durch die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen müssen Staaten, die die UN-Konvention ratifiziert haben aber speziell auf diese Personengruppe achten, wie es in Artikel 11 „Gefahrensituationen und humanitäre Notlagen“ gefordert wird:

Die Vertragsstaaten ergreifen im Einklang mit ihren Verpflichtungen nach dem Völkerrecht, einschließlich des humanitären Völkerrechts und der internationalen Menschenrechtsnormen, alle erforderlichen Maßnahmen, um in Gefahrensituationen, einschließlich bewaffneter Konflikte, humanitärer Notlagen und Naturkatastrophen, den Schutz und die Sicherheit von Menschen mit Behinderungen zu gewährleisten.

Japan hat bisher die UN-Konvention zwar unterzeichnet, aber noch nicht ratifiziert. In der jetzigen Situation ist zu befürchten, dass diese Personengruppe deshalb nicht ausreichend einbezogen wird. In Verbindung mit Artikel 32 „Internationale Zusammenarbeit“ ist somit auch die Bundesregierung aufgefordert, in möglichen Nothilfeaktionen die Berücksichtigung behinderter Menschen sicher zu stellen.
Auf internationaler Ebene gibt es eine Reihe von Initiativen und Informationen zu diesem Thema:

Zu allem sagte mir eine gute Bekannte, die nach dem Tsunami 2004 in Sri Lanka für ein Projekt der Christoffel Blinden Mission gearbeitet hat, dass die Bilder aus Japan ihr den Eindruck geben, dass der Tsunami eine größere Verwüstung hinterlassen hat.
So long….

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