Mehr Eingliederungshilfe in Deutschland

Eine kleine Pressmitteilung auf den Seiten des deutschen statistischen Bundesamtes über die Steigerungen der Ausgaben in der Eingliederungshilfe in Deutschland bis 2010 wirft eine Reihe interessanter Fragen auf. In Kürze sagt die kleine Nachricht aus, dass die Ausgaben in der Eingliederungshilfe sich seit 1994 verdoppelt haben. Wie genau sich die Ausgaben aufteilen geht aus der Nachricht nicht hervor.

Das Statistische Jahrbuch 2010 lässt einige Rückschlüsse auf die Aufteilung der Gesamtausgaben in der Sozialhilfe (21,96 Milliarden EUR) zu. Auf Seite 220 schlüsseln sich für 2008 die Ausgaben für die Eingliederungshilfe behinderter Menschen (12,45 Milliarden EUR) für den stationären Bereich (10,93 Milliarden EUR) und außerhalb von Einrichtungen (1,51 Milliarden EUR) auf. In den stationären Bereichen werden somit nahezu die Hälfte (49,77 %) der Gesamtausgaben in der Sozialhilfe gebunden, während es außerhalb von Einrichtungen nur 6,88% waren.

An dem Beispiel der Werkstätten für Menschen mit Behinderung wird deutlich, an die 243.000 Menschen in Einrichtungen entweder Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben oder für die Beschäftigung erhielten. Nur für rund 8.000 Menschen wurden Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben außerhalb von Einrichtungen finanziert.

Die aufgeworfenen Fragen beziehen sich nun in erster Linie auf die Umsetzung der BRK in Deutschland:

  • Spiegeln diese Zahlen und deren Entwicklungstendenzen wirklich die Teilhabe am Leben in de Gesellschaft wieder?
  • Wie haben sich die Zahlen seit der Ratifizierung der BRK entwickelt? Lassen diese Zahlen Rückschlüsse auf ein Ernst nehmen der BRK zu?

So long…

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