Wie gründet man ein Integrationsunternehmen VI: Es geht langsam voran

Die Gründung eines neuen Integrationsunternehmens in Berlin und Brandenburg für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung nimmt langsam Form an. An verschiedenen Baustellen findet gerade intensive Arbeit statt, um bis Ende Oktober 2011 das erste wichtige Ziel der Gründung einer Mini GmbH erreicht zu haben:

  • In langen Gesprächen mit einzelnen Vertreter/innen von Bildungs- und Qualifizierungsträgern wurde das Unternehmen vorgestellt. Viele Fragen, wie die Arbeit genau aussehen wird konnten nicht ausreichend beantwortet werden, alleine aus dem Grund, dass diese für Berlin und Brandenburg bisher noch nicht gemacht wurden. Es wird immer deutlicher, dass es sich hier um kein Integrationsunternehmen sondern ein Inklusionsunternehmen handeln wird, dass sozialräumlich angelegt ist und auf den Ebenen Bildung, Wirtschaftsunternehmen, Eingliederung aus den WfbM und als Integrationsunternehmen handeln wird.
  • Es laufen bereits erste Gespräch mit Unternehmen, die interessiert sind Menschen mit Behinderung im Router Ansatz zu beschäftigen. Das hebt den Druck auf die Handlungsfähigkeit und führt zu einem beschleunigtem Vorgehen.
  • Eine der sichtbarsten Überlegungen für das Integrationsunternehmen ist der Name. Er soll einen Bezug zu der Region haben, aber auch der schnittstellenorientierte Ansatz soll herauskommen. Daher wird der zukünftige Name „Berlin Brandenburg Router“, in der Kürze „BB–Router“ sein.
  • In der Gesprächen mit dem Finanzamt liegt gerade die dritte überarbeitete Version zum Gespräch vor. Bis zum Ende dieser Woche wird eine Rückmeldung erwartet.
  • Der für die Gründung notwendige Kontakt zu einem Notar wurde hergestellt und auch die Gespräche mit eventuellen Banken sind gelaufen. Sobald das Finanzamt den Gesellschaftervertrag für gut befindet, ist die Gründung nur eine Formalität.
  • Seit Mai wurden alle wichtigen Gespräche auf Behördenebene geführt, die alle durchweg positiv waren. Klar ist, dass das Unternehmen Mindestanforderungen erfüllen muss, besonders für das Modul integrative Arbeitnehmerüberlassung. Hier sollte idealer Weise der Mindestlohn erreicht werden, der in der einzelnen Branchen gefordert wird.
  • Die Anschubsfinanzierung ist ein großes Thema. Es werden zwei Anträge an Stiftungen gestellt werden, die in den ersten Jahren die Aufnahme der Arbeit ermöglichen werden, bevor sich das Integrationsunternehmen selbst trägt.

Auch wenn die Gesellschaftsform steht wird es dauern, bis die ersten Mitarbeiter qualifiziert oder beschäftigt werden. Eine wichtige Vorbedingung ist eine Finanzierung für die Aktivitäten aber auch die Suche nach geeigneten Mitarbeiter/innen, die das Jobcoaching und auch die Verwaltung mit übernehmen können. Bis diese Schritte erreicht sind, wird es wahrscheinlich Februar oder März 2012 sein.

So long….

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