Bayern grenzt aus

In der Augsburger Allgemeinen ist ein Artikel über die Vergrößerung der Regens-Wagner-Werkstätten in Dillingen. Die Nachricht ist an sich nicht interessant, weil nichts Neues erzählt wird: Werkstätten für behinderte Menschen wachsen, weil es so ist. Lediglich bei einem Zitat wird mal wieder klar, dass die Ideen der Behindertenrechtskonvention und der Inklusion noch nicht bei der Mehrheit der Bevölkerung angekommen sind:

Da die vorübergehend genutzten Räume den Bedürfnissen der Beschäftigten dauerhaft nicht gerecht werden, sollen nun in einem neuen Werkstattgebäude Gruppenräume und Arbeitsplätze für rund 60 Beschäftigte entstehen.

Dass Werkstätten für behinderte Menschen an sich nicht den Bedürfnissen behinderter Menschen gerecht werden, weil sie erstens nicht zu ihrer Inklusion beitragen und zweitens gegen den Geist der Behindertenrechtskonvention gehen, kommt den Journalisten nicht in den Sinn. wie wäre es zum Beispiel gewesen, wenn die WfbM dieses Geld in eine neue Struktur investiert hätte, um betriebsintegrierte Arbeitsplätze zu schaffen?

Nebenbei bemerkt, wie hoch sind die Sätze pro Person im Bildungs- oder Arbeitsbereich? Diese sollten zusammen mit dem erwirtschafteten Gewinn von WfbMs eigentlich reichen und nicht noch Zuschüsse von 1,9 Millionen Euro erfordern…

Aber das ist ja in Deutschland nun wirklich nichts Neues.

So long

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