Online Landkarten für Barrierefreiheit

Die im Internet verfügbaren Onlinekarten bieten immer mehr Möglichkeiten, aktuelle Daten zugänglich zu machen. Gerade für Berlin gibt es zwei Projekte, die spannend sind:

  1. Das Projekt http://www.mapnificent.de/ von Stefan Wehmeyer stellt statistische Daten, die im Internet frei verfügbar sind, als eine Ebene über Google Maps dar. Die Daten bezieht dieses Projekt durch die frei verfügbaren Sozial- und Umweltdaten vom Berliner Fachinformationssystem. Durch sie lassen sich eine Reihe sozialstatistischer Daten darstellen und recht passgenau auf ganz Berlin oder einzelne Bezirke erfassen. Der Nutzen dieser Seite ist vor allem für den statistischen Erkenntnisgewinn. Schwierig ist, dass diese Seite als Instrument genutzt werden kann, um bestimmte Bevölkerungsgruppen in der städtischen Verteilung abzubilden. Je nachdem, wie man diese Informationen nutzt, können Aktivitäten für die sozialräumliche Entwicklung genutzt werden, oder aber auch Gentrification Tendenzen genutzt werden;
  2. Das zweite schöne Projekt, auch wieder für Berlin, ist Wheelmap der Sozialhelden. Dieses projekt baut auf dem Open Street Map auf. Open Street Map ist eine Art Wikipedia der Land- und Stadtkarten. Jeder kann hier Orte hinzufügen und verändern. Wheelmap macht sich dieses System zunutze, um Ort, Läden, Kaffees, öffentliche Verwaltungen etc. zu markieren, die in verschiedenen Graden barrierefrei oder auch nicht sind.

Beide Projekte haben ihren Fokus und der „Spass“ Faktor ist neben dem Nutzenfaktor ziemlich hoch. Gerade im Zeitalter von Smartphones mit GPS und Applications für diese Telefone können viele Ideen entstehen, die die Barrierefreiheit in einer Stadt wirklich bis auf das Bürgersteigsniveau im Alltagsnutzen bringen können.
Eine Idee wäre beispielsweise auch die Daten der Beschaffenheit von Bürgersteigen, Routen durch die Stadt und öffentlichen Nahverkehr so einzubinden, dass für Rollstuhlfahrer oder blinde Menschen bei der Planung eines touristischen Stadtbesuchs oder Planung der Alltagswege deutlich werden welche Strecken 100% barrierefrei sind, an welchen Stellen die Bordsteine niedrig sind oder ähnliches. Und dies geht wohl am Besten mit einer offenen Community im Internet, die auch die Stadt kennt.

So long…..

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