Fünfte Staatenkonferenz zur UN Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung

Am 12. September ist es wieder so weit: die Konferenz der Staatenvertreter zu den Entwicklungen der UN Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung trifft sich zu fünften Mal. Der 40. Artikel der UN CRPD schreibt fest, dass dies jährlich geschieht.

Themen in diesem Jahr

Unter der Federführung von Schweden ist das diesjährige Thema “Making the CRPD count for Women and Children” (Frauen und Kinder profitieren von der UN CRPD. Ein weiterer Themenkomplex ist „Technologie und Barrierefreiheit“.

Warum ist die Staatenkonferenz spannend?

Die wesentlichen Sitzungen werden von den Staaten geführt und ein umfassendes Wissen zu den einzelnen Themen ist notwendig. Spannend bei diesen Sitzungen ist die Teilhabe von Menschen mit Behinderung an den Debatten und auch, in welchen Delegationen sie direkt vertreten sind. Spannender ist aber, was sich um diese Sitzungen sonst noch so abspielt, vor allem geführt durch zivilgesellschaftliche Organisationen.

Zivilgesellschaft und die UN CRPD

Ein Blick auf die Liste der teilnehmenden Nichtregierungsorganisationen ist beeindruckend. Neben den „üblichen Verdächtigen“ wie Handicap International oder Leonard Cheshire International finden sich auch kleinere Organisationen, die in Deutschland gänzlich unbekannt sind (z.B. LOTOS Disability Awareness and Learning Center – Azerbaijan). Diese einmalige Bandbreite von Organisationen ist ein wichtiges Erbe der Ad Hoc Treffen zur Elaboration der UN CRPD in den Jahren 2002 bis 2006. Alleine ihre Anwesenheit lässt vermuten, dass es während der Sitzungen aber noch mehr in den Gängen der Vereinten Nationen wichtige und spannende Gespräche gibt.

Die Side Events

Enorm spannend sind die Side Events, die während der Staatenkonferenz stattfinden. Hier werden von verschiedenen Akteuren eine Bandbreite an Themen in diskutiert und erarbeitet. Deren Schwerpunkte orientieren sich an dem Oberthema der Staatenkonferenz. Für alle, die zufälligerweise bei der Konferenz dabei sind, ist vor allem die Veranstaltung „Making it Work methodology“ am 13. September von 10.00 a.m. – 11.30 p.m.im Conference Room E. Making it Work ist eine Initiative, die Projekte und Organisationen dabei unterstützt, gut Praxisbeispiele von inklusiven Projekten darzustellen.

Fazit

Die fünfte Staatenkonferenz ist eine wichtige Veranstaltung, die die UN CRPD voranbringen soll und die eine internationale Vernetzung. Wie es aussieht wird über diese Konferenz hier in Deutschland nicht viel berichtet werden und deutsche Organisationen sind kaum sichtbar. Schade ist dies, da dadurch die Zivilgesellschaft aus Deutschland an wichtigen Debatten nicht teilnehmen kann und nicht aus internationalen Netzwerken lernen kann.

So long ….

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