Der Workshop im Dorf

Normalerweise folgen meine Kurzzeiteinsätze für Handicap International immer der Logik, dass die Arbeit mit Organisationen von Menschen mit Behinderung sich in Meeting Räumen oder in Fortbildungen abspielt. Es geht dann um Themen wie die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, ihr Monitoring, Gespräche über den Fortgang des Projektes und Ähnliches. Das hat den Vorteil, innerhalb kurzer Zeit viele Gespräche zu führen und eine generelle Einschätzung der Lage von Menschen mit Behinderung in verschiedenen Ländern zu haben. Der Nachteil ist allerdings, der Zeitmangel, direkte Gespräche mit Menschen mit Behinderung zu führen. Ohne diese Gespräche ist es allerdings schwierig, die alltäglichen Probleme, existierenden sozialen sowie physischen Barrieren und die alltäglichen Diskriminierungen zu verstehen.
Bei meinem diesjährigen Besuch in Ruanda fing es zwar wie in den letzten Jahren an, wurde aber viel konkreter: in unserem Büro und einem Trainingsraum in Kigali. Diese ruhige und grüne Stadt liegt mitten in Ruanda und es eben dort rund 1,2 Millionen Menschen. Auf dem Weg in den Distrikt Rutsiro im Westen des Landes führt der Weg durch eine bergigen Landschaft. In den Tälern und an den Bergen fallen die kleinen landwirtschaftlichen Parzellen auf, die von Familien bewirtschaftet werden und zwei Ernten im Jahr zulassen.


Aussicht vom Ort Kongonil

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Blackbox Kita

Durch meine Arbeit im Bereich Inklusion, Menschenrechte und internationale Entwicklung arbeite ich viel im Bereich Teilhabe, Zivilgesellschaft und Empowerment. Über meine eigenen Kinder, die in einer Neuköllner Kita sind, rutschte ich in nun in die Rolle der eigentlichen Zielgruppen meiner beruflichen Tätigkeit: Menschen deren Rechte nicht erfüllt werden und die nicht einbezogen werden. Die Thematik ist eine andere, es geht nicht um die menschenrechtliche Arbeit von Menschen mit Behinderung, sondern um die sozialraumorientierte Arbeit in einem heute hippen Neuköllner Kiez.
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